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Man spricht von der Großartigkeit Roms, vom pittoresken Amsterdam, von der Strenge Londons, von der Hitze Madrids, von der Poesie Leningrads...Bei Paris kann man nur von "Charme" sprechen. So sieht es jedenfalls der durchreisende Fremde. Er fühlt es zweifellos starker als der Pariser, der dort lebt. Und wahrend die Jahre, die Jahrhunderte vergehen, bleibt der Charme bestehen wie die Schönheit einer Seele in welkenden Gesichtszügen. Paris, von Dichtern besungen, von Fürsten begehrt, von Flüchtlingen zum Asyl erkoren...Paris, das zweitausendjahrige, hingeschmiegt an das Band eines Flusses, der beilaufig innehalt, um versunkenen Stimmen zu lauschen und tote Schatten widerzuspiegeln. Paris, so oft hingemordet und sets wieder auferstanden...Die zweitausend Jahre haben Paris zu dem gemacht, was es heute ist, mit seinen Wunden, seinen Erinnerungen und Schatzen...Mit seinem Antlitz, das offen und zugleich geheimnisvoll ist- der Fremde glaubt es zu entdecken, doch müßte er tiefer eindringen und hatte selbst dann nicht viel Hoffnung, es ganz erkennen zu können. Man preist den Pariser Himmel, der klar oder unfreundlich ist. Doch seine Seele ist das Licht, wohltuend dem Auge, man möchte sagen: diskret, sensibel und fließend, wechselnd mit den Jahreszeiten und von Stunde zu Stunde. Dieses Licht gleitet über die Dinge, ohne sie zu erdrücken, gerade stark genug, um die Mauern zu modellieren, die schragen Dacher blaulich schimmern zu machen. Und es ist nicht nur das Licht, es ist das Schwebende, Unwagbare, das man die "Pariser Luft" nennt. Die Pariser Luft! Sie ist auch im Lacheln einer Frau, in der Farbe eines Steins, im Spiel eines Kindes, im Gesang eines Madchens, im Blick eines Verbannten. Jede Stadt hat hundert Gesichter, und Paris hat davon mehr als jede andere. Der Besucher, der sich begnügt, einige wenige davon kennenzulernen, kennt Paris schlecht. Luxus und Eleganz, Arbeit und Muße, die Monumente der Altsadt und die Machte des Vergnügnungsviertels - das sind Facetten eines Kaéeidoskops, bei dem jader finden kann, was er sucht. Mit dem Ring seiner Vorstadte umfaßt Groß-Paris heute ein Sechstel der Gesamtbevölkerung Frankreichs. AUch sie lernt man also kennen, wenn man Paris kennenlernt.